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Emsland Hillbillies ... with friends Desert Kid Records DK-2oo2-15
Nashville liegt an der Ems _Wo sonst?
An welchem Fluss liegt Nashville? Wäre das die Millionenfrage im Quiz „Wer wird Millionär“, müsste jeder Kandidat neuerdings antworten „ An der Ems“ natürlich.“ Mit ihrem ersten Studioalbum seit 1981 liefern die. „Emsland Hillbillies“ ein musikalisches Sahnestück ab, das klingt, als käme es direkt aus dem Herzen der Country-Music in den USA. Das neue Werk der Band um den emsländischen Country-Pionier Hermann Lammers Meyer heißt „Emsland Hillbillies … with friends“ und bietet 14 Perlen der Country-Music. „Viele der Stücke haben sich schon bei unseren vielen Live-Konzerten bewährt. Unsere Idee war es, diese einmal auf CD zu pressen“, sagt Hermann, the German. Dabei denkt er an ein Zitat von Willie Nelson aus dem Film „Honeysuckle Rose“ ein: „Let´s play some good old songs for some new people“. „Genau das wollen wir auch: Alte Songs für neue Fans, aber auch neue Songs für alte Fans“, meint der Chef-Hillbilly.
Angefangen bei Al Wilsons „Goin’ up the country“ mit Gitarrist Wolfgang Litter als Leadsänger, der auch noch „Roll another number“ von Neil Young. in einer wunderschön sentimentalen Version vorträgt. Auch Hermanns langjähriger Weggefährte Hans Schleinhege (Acoustic Guitar) singt zwei Songs: Neben „Too much love“ (ein früher Hit der Kalifornischen Rockband BREAD) das locker, flockige Shania-Twain-Stück „No one needs to know“_ zusammen mit Birgit Gerdes. Der „Chef“ singt natürlich auch selbst. Da wäre als erstes die gewohnt überzeugende Eigenkomposition „No ways for a cheater“ und als letztes eine grandiose 10-Minuten-Version von Guy Clarks „Desperados waiting for the train“, dem Stück, das so etwas wie ein Erkennungszeichen der „Emsland Hillbillies“ ist. Seit nunmehr stolzen 29 Jahren, die es die Band gibt, bildet „Desperados“ mit seinem finalen Gitarren- und Steelguitar-Gewitter am Ende des Stückes den Höhepunkt jedes Konzertes. Verewigt ist der Song bereits in einer wesentlich kürzeren Version auf „Endlich“, der ersten LP der „Hillbillies“ von 1977, damals noch auf deutsch und von Achim Reichel produziert.
Nichts gegen die Sangeskünste der Herren, doch so richtig aufgehen dürfte den Fans das Herz bei den drei Sängerinnen, die im Laufe der Jahre die Auftritte der Band veredelt haben. Birgit Gerdes, Marion Kruth und Marion Möhring bieten auf je zwei Stücken ihre engelsgleichen Stimmen dar. Marion Möhring, auch als Sängerin der „Autumn Leaves“ bekannt, brilliert in dem Chely-Wright-Song „Is it love yet“ und in Lowell-Georges wunderschönen „Willin“, mit dem sie seit Jahren für magische Momente in den Konzerten sorgt. In nichts nach steht ihr Marion Kruth mit „Before I met you“ und „Always have, always will“. Birgit Gerdes, die die Fans bereits von der Live-CD „Texas trails“ kennen, überzeugt mit dem besagten Duett „No one needs to know“ und der traumhaften Ballade „You never gave up on me“.
Und noch zwei Sahnebonbons: Zu den „Friends“ der „Emsland Hillbillies“ gehört seit Jahren Clay Blaker. Der Texaner und seine „Texas Honky Tonk Band“ steuern mit „Heartbreak Highway“ und einer hinreißenden Fassung von Merle Haggards „White Line Fever“ zwei absolute Highlights bei. Erwähnt werden muss auch undingt das Instrumental „Could I have this dance“, auf dem Hermann Lammers Meyer einmal mehr beweist, dass ihm auf der Steel Guitar in Deutschland so schnell keiner das Wasser reichen kann. Nicht vergessen werden darf auch die Abteilung Rhythmus. Die langjährigen Hillbillies Herbert Führs (Drums) und Manuel Garde (Bass) sorgen immer für den richtigen Drive, sowohl live als auch auf dieser CD. Den letzten Feinschliff bekommen die Songs durch Josef Hempen (piano und keyboards).und Erwin Wilken (acoustic guitar und dobro), der zusammen mit Herbert Führs und Hermann Lammers Meyer die CD produziert hat.
Mit „Emsland Hillbillies … and friends“ setzen die Cowboys aus der norddeutschen Tiefebene scheinbar alle Naturgesetze ausser Kraft. Nach 29 Jahren Bandgeschichte klingen sie statt abgeschlafft und ausgebrannt, frisch und kraftvoll wie noch nie. Wie sang Hermann Lammers Meyer 1977 in der deutschen Version von „Desperados waiting for the train“: ,,Vagabunden, die kommen und gehen“. Die „Emsland Hillbillies“ sind vor fast drei Jahrzehnten gekommen, zum Glück nie gegangen und werden hoffentlich noch lange bleiben. Und Nashville liegt doch an der Ems… Wer hat nach dieser CD noch Zweifel daran?
Bestelladresse : Desert Kid Records, Drosselweg 15, 26871 Aschendorf – Ems T/Fx o4962 338
€ 16,-- + 1.5o ( innerhalb Europas) Master/Visa willkommen
hermann.l.meyer@nwn.de
mehr infos : www.hermannlammersmeyer.de
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